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"Berufe begreifen"

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Berufe begreifen allg (1)Den richtigen Beruf zu finden ist für manche Schülerinnen und Schüler nicht ganz einfach. Im Rahmen der Berufswahlvorbereitung führt die Hauptschule Ochtrup seit 2005 gemeinsam mit der Stadt Ochtrup und seit 2008 auch zusammen mit der Realschule Ochtrup daher das Projekt „Berufe begreifen“ durch, welches zu einem festen Bestandteil der Berufswahlorientierung geworden ist. Seitdem nutzen jedes Jahr viele Betriebe aus Ochtrup und Umgebung in der Stadthalle Ochtrup die Gelegenheit, ihre Ausbildungsberufe anhand von praktischen Arbeiten nicht nur auf dem Papier vorzustellen. Die Schüler der Klassen 9 der Haupt- und Realschule bekommen hier die Möglichkeit, eine Vielzahl von Berufen auszuprobieren - und dabei gleichzeitig einen Kontakt zum vielleicht Berufe begreifen allg (2)zukünftigen Ausbildungsbetrieb herzustellen.

Durch das praktische Erproben sollen die Schüler typische Inhalte verschiedener Berufsfelder kennen lernen. Es soll versucht werden, an mehreren Stationen typische Aufgaben aus verschiedenen Berufen zu meistern. Zum Beispiel können die Schüler Steckdosen anschließen, mit verschiedenen Metallen arbeiten, Wände mauern, kleinere Dachstühle zusammenschrauben oder Farben zu einer Farbskala sortieren, wie es im Malerhandwerk gebraucht wird. Sie können aber auch Blumensträuße binden, sich im Frisörsalon an Perücken ausprobieren und auch erfahren, was in verschiedenen sozialen Berufen erwartet wird. Darüber hinaus kommt aber auch der kaufmännische Bereich nicht zu kurz. Die Mitarbeiter oder die Auszubildenden der Firmen - darunter auch zahlreiche ehemalige Schüler unserer Schule - zeigen den Schülern, wie die Berufe im Einzelnen aussehen, welche Fähigkeiten man mitbringen muss und was die typischen Tätigkeiten in diesen Berufen sind. Mädchen fällt es im Wettbewerb mit den Jungen oftmals schwerer, einen handwerklichen Ausbildungsberuf zu ergreifen. Berufe begreifen allg (3)Vorurteile wie “Das ist doch kein Frauenberuf!” hindern die Mädchen oft selbst daran, sich um einen Ausbildungsplatz im Handwerk zu bewerben. Dabei zeigt die Erfahrung der Betriebe durchaus, dass Mädchen oft genauer und sorgfältiger arbeiten als die Jungen. Mit dieser Veranstaltung sollte daher auch in diesem Jahr das handwerkliche Interesse bei den Mädchen geweckt und der Mut zu einem Ausbildungsberuf im Handwerk gestärkt werden.

Aber auch die Jungen konnten diesen Tag nutzen, um in Berufe “hereinzuschnuppern”, die nichts mit dem Handwerk zu tun haben: Der Beruf des Erziehers, der Bereich der Pharmazeutik oder das Arbeiten mit Blumen, der Florist.100_5541Durch die Ausführung der gestellten Aufgaben entsteht ein erster Eindruck für beide Seiten. Die beteiligten Firmen erleben die Jugendlichen in einer praktischen Situation und können bei Interesse gegenüber Einzelnen direkt eine Einladung für einen betrieblichen Schnuppertag aussprechen.Berufe begreifen allg (4)Die Rückmeldung der Schülerinnen und Schüler ist durchweg positiv.

Eine Nachbereitung der Veranstaltung findet in den Schulen statt. Aber auch die Firmen können sich mit den Schulen und der Stadt zur Nachbesprechung treffen, um über Verbesserungsmöglichkeiten zu beraten.